metalunderground.at


Ah wie geil, Cremation, aber halt es handelt sich nicht wie von mir vermutet über unsere Death Metaller aus der heimischen Alpenrepublik. Auch diese Death Metal Heroes kommen aus den Alpen aber aus unserem westlichen Nachbarland, der Schweiz. Die Formation ist aber nicht minder lange im Business wie eben ihre steirischen Namensvetter. Spieltechnisch sind die Jungs ebenfalls sehr ähnelnd, wenngleich sie mit ihrem Machwerk „Rise of the Phönix“ deutlich und oftmals agiler eine Grind bzw. Brutal Death Metal Tür eintreten. Wutentbrannte Riffs und immer wieder kehrende starke Breaks machen das Programm sehr gut, wenngleich die Truppe etwas mehr in den soliden Bereich gleitet. Authentisch wird somit mehr dem Old School gefrönt, bei dem man als sogenanntes Schweizer Death Metal Urgestein durchaus behaupten darf mitgesprochen zu haben und es auch immer noch tut. Mehr und mehr kommen etliche, vor allem die rollenden Beats aus dem Dismember und Entombed Lager und genau diese Zielgruppe der genannten Bands dürfte das Langeisen sehr interessieren. Wer auf einen modernen Klang, welcher ja immer mehr Einzug in diesem Genre hält baut, ja der muss sich andere Kapellen suchen. Von Neuerungen halten die Schweizer wohl weniger, wenngleich ihr solider Old School Death Metal ungemein wohltuend in den Gehörgang gleitet.  Schnörkelloses Riffing und technisch etwas exzessivere Solis machen den Gang zum Schafott gut und dann wird schon die Rübe, mit wilderen Säbelhieben abgehackt. Es beweisen uns die Kollegen aus der Schweiz dass man auch mit einer grundsoliden Runde im traditionellen Bereich gut vorstellen kann. Wie erwähnt die Tracks sind zwar deutlich solider gestrickt, doch durchwegs weiß man den Death Stahl Verehrer zu unterhalten. Somit sind alle Daumen oder eben die Deibelhörner nach oben gestreckt und es darf eifrig die Rübe geschüttelt werden. Bei den Flitzefingern an der Gitarre auch kein Wunder, denn das Arbeitsinstrument wird sinnvoll bis zur Ekstase beübt und dabei wird eben ein breiter Klang aus dem Old School Death Bereich vorgetragen, den man als alter Fan freudigst aufnimmt.

Fazit: Grundsolide und gut umgesetzter Output dem man allen Death Metal Fans der alten Schule empfehlen kann.

allover-ffm-rock.de


10 Jahre sind eine lange Zeit, diese mussten wir warten, bis die Schweizer Death Metal Abrißbirne mal wieder eine Scheibe auf den Markt bringt und da hat sich jede Sekunde warten gelohnt.
Sofort mit „No Compromise“ kloppt es brutalen Death Metal aus den Boxen, der technisch absolut fein ist, mit etlichen Breaks verziert wurde und Drummer Ramon Haenni gerne mal zu Blast Attacken tendiert. Aber auch in den schleppenden Parts sind die Riffs von Marco und Oscho eine sägend scharfe Einheit und Sänger Spiga growlt und keift, was das Zeug hält. Schleppendes Mid Tempo, rollende Double Bass, cool hörbarer Bass von Thomas Furrer, so kracht „Insomniac“ wuchtig aus den Boxen, während „Organs For Sale“ erst mal mit einem Sample eröffnet wird und das Stück geil zwischen flott und drückend pendelt. Das Titelstück ist nicht wirklich schnell, aber vertrackt, heavy und brutal und vor allem voller Abwechslung bei über sechs Minuten Spielzeit, während „Deranged“ zu seiner fabelhaften Technik auch wieder diese super Baller Ausbrüche parat hat. Mit einem Sample aus „Full Metal Jacket“ beginnt „The Stench Of War“, das auch eine erst schleppende und technisch hochwertige Nummer ist, bevor gegen Ende des Songs auch das Tempo angezogen wird. Bei „Blinded“ bin ich sogar geneigt, eine Nähe zu Bolt Thrower zu bescheinigen, denn die Schweizer blasen hier eine Mid Tempo Double Bass Nummer der spitzen und spritzigen Art aus den Boxen, die sich gewaschen hat. Schön abwechslungsreich und auch mitunter sehr heftig fegt „Blowback“ und die „Prophets Of The Apocalypse“ beschreiten einen Weg der Zerstörung. Voller technischer Finessen kracht hier eine Tech Death Nummer aus der Anlage, völliger Hammer. Voll auf die Zwölf knallt „Slowly Rotting Inside“ und „Streets Of Rage“ hat neben seinem sägenden Riffing auch wieder klasse Highspeed an Bord.
10 Jahre Warten, das will ich nach so einem starken Album nicht mehr, CREMATION sind brutal as fuck und gehören zu den oberen Bands des Genres.

vampster.com


Cremation todesmetallern schon seit 1992 in den Walliser Bergen (ja, aus diesem Kanton kommen auch SAMAEL). 2012 erscheint das dritte Album des Urgesteins, gut und authentisch selber produziert - die Band weiß eben selber am besten, wie sie klingen will. Mätzchen gibt es hier keine, nur spielerisch professionell dargebrachten Death Metal.


Dieser klingt nach dem sogenannten “Nomen est Omen” - CREMATION sind eine “ION”-Band und so sind Parallelen zu Bands wie IMMOLATIONINCANTATION und SUFFOCATION nicht nur im zweiten Song “Insomniac” klar auszumachen. Richtig geil wird es jedoch in “Organs for Sale”, denn da zeigen CREMATION, dass fette, langsamere Grooves ebenfalls ihre Sache sind - für das Zusammenspiel von Drums und Bass entschlüpft einem dann glatt ein “Wow, so geil”. GRAVE lassen grüßen, und spätestens beim Titeltrack hat man selbst einen amerikanischen Death Metal-Connaisseur von den Qualitäten der Schweizer überzeugt. 


Fazit: “Rise Of The Phoenix” kann produktionstechnisch und spielerisch locker Labeloutputs die Stirn bieten. CREMATION erfinden das Rad nicht neu, aber sie treiben dieses Death Metal-Rad mit Können, Aggression und fettem Groove durch Unterholz. So muss es sein!

COPYRIGHT CREMATION ©1992-2018

ALBUM REVIEW

biotechpunk.de


Crematiion wurden 1992 gegründet und sie spielen Death Metal, wie es sich vielleicht am Plattencover so leicht vermuten lassen könnte.
Oder am Bandlogo, doch das alles heisst nichts, das sind nur Bilder und Logos, es kommt am Ende auf die Musik an, alles andere wäre in die Irre geleitet.
Cremation bietet uns auf hier auf diesem Album elf Songs, alles feiner Death Metal, der direkt nach vorne geht.
Sie wissen eben was sie machen, die Band exestiert nicht erst seid gestern, sie sind schon einige Jahre aktiv, haben ein paar Alben veröffentlicht, waren auf Tour, auch mit großen Namen zusammen.
Diese Erfahrung ist dem Album anzumerken, wie ich finde.
Es wirkt ausgereift, durchdacht, gekonnt.
Dabei wird aber hier nun nicht auf Standarts gesetzt, nicht einfach nur die hörgewohnten Elemente zusammengesetzt sondern eigenständige Songs kreiert.

Mein Fazit: Das was die Band ohne Plattenvertrag hier abliefert ist erstklassiger Death Metal der sich nicht zu verstecken braucht.
Warum die Band keine Plattenfirma an der Hand hat weiß ich nicht, vielleicht wollen sie keine, denn das keine auf Cremation aufmerksam geworden ist kann ich nicht glauben.
Es wird hier ein sehr gelungenes Death Metal Werk abgeliefert, durchdacht, überzeugend, laut, technisch, alles was dazu gehört, gelungen und passend in Szene gesetzt, ohne nun irgendwelche Erwartungshaltungen dabei zu erfüllen, ausser die eigenen höchstwahrscheinlich.

Wer nun auf handwerklich und technisch mehr als gut gemachten Death Metal steht, der ein wenig Old School klingt, ein wenig wie aus eben jender Zeit in der die Band gegründet wurde, dann solltet eben dieser auf jeden Fall der Band aus der Schweiz, Cremation eine Chance geben und einmal in deren Werk reinhören.

possessed magazine


Die Schweizer haben bereits seit ihrer Gründung alles anders gemacht. Alles nicht, aber ihr Death Metal klang schon immer etwas anders. 20 Jahre auf dem Buckel, nicht übel. Da ist es passend, dass man das dritte Album auf dem Markt schmeisst. Alt, aber oho, so lautet das Motto. Wie schon am Anfang geschrieben, gingen die Schweizer im deathigen Bereich schon immer ihren eigenen Wege. Dieses bedeutet, dass sie sehr komplex und technisch einwandfrei zu Werke gehen. Keine Band, die man nicht eben so nebenbei hören kann, definitiv nicht. Dieses haben sie nun auch wieder bewiesen. Auffallend sind die recht langen Songs, im Vergleich zu anderen brutalen Bands. CREMATION blicken nach Amerika und dürfte da wohl sehr viel Gefallen an Suffocation gefunden haben, aber auch vom Grrovefaktor an Immolation und vom technischen Faktor ausgesehend Deeds of Flesh. Also sprechen wir natürlich vom brutalen Death Metal und somit sind wir in meiner Sprache. Die Kompositionen von CREMATION sind teilweise sehr schwer nachvollziehbar, was aber zum Vorteil hat, dass man sich nicht satt hören kann, denn auch nach zwei drei Mal hören findet man noch was Neues, ähnlich wie z.B. bei Bands wie Cryptopsy. Nach dem ersten Hören musste ich es durchpusten, denn das ganze ist schon schwere Kost, auch wenn man am Ende hin grooviger und nachvollziehbarer wird. Ein Album, mit denen man sich echt beschäftigen muss und meines Erachtens auch sollte. Vielleicht wäre manch einfache Struktur interessanter gewesen, trotzdem liefern die Schweizer ein sehr interessantes Album ab. Technisch und brutaler Death Metal, der es in sich hat.

metal.de


CREMATION ist eine weitere Band, die bereits seit nun mehr 20 Jahren auf dem Bildschirm einiger Undergroundkenner herumschwirrt, jetzt aber erst zum dritten vollwertigen Rundumschlag ausholt. Nach gut zehn Jahren Abstinenz seit dem letzten Album “Grotesque Humanity“ aus dem Jahr 2002, hätte der Fünfer lediglich noch aus Schweden kommen müssen und der Stein im Brett wäre bei vielen aktuellen Hörern schon mal gesichert gewesen. Letztlich kommen die Jungs aber eben aus der Schweiz, klingen auch keineswegs schwedisch und werden sicherlich einigen Fans der charakteristischen Skandinavierwalze ein wenig zu anstrengend sein.

Am ehesten lassen sich CREMATION im amerikanischen Sektor gehobenen technischen Anspruchs einordnen – am besten mit Verweis auf Truppen wie SUFFOCATION oder IMMOLATION. “Rise Of The Phoenix“ wird nicht wie der Phönix aus der Asche zünden, sondern mit seinen zumeist vergleichsweise überlangen Kompositionen fürs Erste überaus fordernd und kompliziert wirken. Viele Breaks, technische Auf- und Abfahren sowie das weitgehend monotone Geraune von Sänger Spiga machen den Output unserer südlichen Nachbarn nicht verdaulicher. Die Würze auf dem Gericht bildet schließlich die Zeit, denn mehrere Durchläufe wirken hier Wunder.

Erst dann setzen sich die variablen Bausteine zu durchdachten, überaus interessant zusammengesetzten Songs zusammen, die durchaus einen entsprechenden Spaßfaktor mitbringen. Auch wenn CREMATION hier in Eigenregie produzierten, macht das Soundgewand auf “Rise Of The Phoenix“ einen stabilen Eindruck und drückt ordentlich, wobei gleichsam auch die vielfältigen Details herauszuhören sind. Im Laufe der Platte bauen die Schweizer auch weitere Stimmungen ein, arbeiten zwischenzeitlich mit mehr Groove oder klingen in einzelnen Passagen etwas konformer und ein wenig simplifiziert, bevor wieder die strukturelle Komplexität Einzug erhält.

Der Drahtseilakt zwischen Technik und deftigem Gewuchte, das einem das Schild aus der Kappe schmettert, funktioniert im Grunde prächtig, obwohl er manchmal nicht immer so locker flockig auf der Hand liegt und erstmal mehr oder minder ausgegraben werden muss. Ist dies hingegen irgendwann gelungen, dann ist “Rise Of The Phoenix“ ein wahrhaftig gutes Prügelbrett.

time for metal



Bereits in den frühen neunziger Jahren wurde in den Schweizer Alpen eine gefährliche Bestie namens Cremation geboren, die bis heute ihr Unwesen in souveräner Kunst ausführt. Ihr drittes Massaker trägt den Titel Rise Of The Phönix, wurde bereits im Oktober 2012 verübt und dringt nun langsam bis nach Deutschland durch.


Kompromissloser Death Metal, der sich an den extremsten Elementen bedient, wird fast eine Stunde durch den Fleischwolf gedreht. Den Anfang auf dem Langeisen macht No Compromise, der sich in einem scheppernden Gewirr einzelner Klänge zu einem hasserfüllten Gewitter mit wenig Blitzen, dafür aber umso mehr Donner entwickelt. Neben den Highseed-Passagen machen sich die etwas langsameren Sequenzen in der tödlichen Mixtur ganz gut. Gesanglich werden von Spiga keine unüberwindbaren Maßstäbe gesetzt, das Trommelfell bekommt er trotzdem zum Schwingen, was dann durch das giftige Drumming nicht nur beim Titeltrack Rise Of The Phoenix zerrissen wird. Neben schnelleren Einsätzen der Instumente besinnen sich die Schweizer auf die Macht der durchdringenden Midtempo-Walzen, die eine gelungene Abwechslung im Sperrfeuer bieten.


Fazit: Teilweise agieren mir Cremation auf Rise Of The Phoenix ein kleines bisschen zu berechnend, was durch die gut angelegte Power wieder wettgemacht wird. Immer am Zug des Gashebels spielend werden Nägel mit Köpfen gemacht. Kompromisse wird man bei Cremation nicht erleben, es gibt nur auf die Fresse - nicht mehr und nicht weniger! Wer sich davon überzeugen will, sollte sich die Platte mal um die Ohren hauen lassen!

beowolfproductions.com


CREMATION is a killer old school Death Metal band hailing from Switzerland. These guy

have been around since 1992, but "RISE OF THE PHOENIX" is only the bands third release

to date. The band has kept an old school Death Metal sound that goes back to the late '80's &

early '90's. Their music is very fast paced brutal Death Metal with heavy influences from

some of the greats like CANNIBAL CORPSE, SUFFOCATION, IMMOLATION &

MORBID ANGEL. They don't sound like any of these band, but you can definitely tell

those influences are there. The reason is because the band adds in their own twist on this

style by adding in some grooved out Death parts along with some newer more technical

sounding Death Metal. The guitar parts at times have a crusty and shredding Thrash Metal

sound as well. I really dig the vocals of Spiga, because they are my favorite type of Death

Metal vocals. They are growling & screaming enough to be heavy & aggressive, but also

done in that style where you can just make out what he is saying most of the time. There are

a bunch of Metal bands out there using the name CREMATION, but these guys are by far

the best out there. Check out this amazing band and support them! One hell of a Death

Metal release!

metalunderground.at


Death Metal Hell is frozen, so that’s way Cremation are back. Der Schweizer Death Metal Verbund ist uns bereits seit ihrem Vorgängerwerk „Rise of The Phönix“ ein Begriff. Satte fünf Jahre hat sich das Walliser Todesbleikommando Zeit gelassen, um das nächste Werk einzutrümmern! Erneut offerieren die Schweizer ihre exzellenten, musikalischen Fähigkeiten in Sachen Todesblei der Old School Marke. Befreit und von jeglichen anderen Kultbands entfernt wird die Keule geschwungen und angrenzend zeugen die Jungs von einem Mischkonzept aller Sparten des Death Metal der Endachtziger und Frühneunziger. Ob nun Einflüsse aus Florida, Schweden beziehungsweise auf der deutschen Death Metal Landkarte, alle Ecken und Landstriche werden dabei komplett abgesteckt. Wer eventuell glaubt, all diese Eckpfeiler kann eine Band nicht unter einen Hut bringen der sollte erste einmal ins neueste Machwerk von Cremation rein hören.

Die Swiss Deather beuteln und peitschen mal mehr, mal weniger brutal die Death Metal Geißel, wobei durchaus ein starker Einschlag der genannten Einflüsse zu erkennen ist. Allesamt verbindet die Truppe massiv und mit einem höchst qualitativ funktionierenden Soundgedanken. Dieser bittere Brei brennt wie ein Zündmittel und hinterlässt nur Staub und Asche. Brutal einerseits und mit leichten Grind Elementen vermischt, wird daneben eine gute Schöpfkelle aus dem Death ‚n‘ Roll Bereich verwendet, welche Dismember zu Weltruhm verhalfen. Zu keinem Zeitpunkt wird ein Fährwasser einer großen Band aufgesucht, sodass Vergleiche komplett möglich wären. Leichte Tendenzen ja, doch Cremation stehen nach wie vor für eigen innovativen Death Metal.

Mit solch einer Death Metal-Walze mit Können, Aggression und fettem Groove wird alles platt gemacht, was sich dem Schweizer Todesbleikommando in den Weg stellt.

Fazit: Old School Death Metal mit vielen Variationen wurde von Cremation auf „In The Maelstrom of Time“ zu einer bitter, brennenden Medizin vermischt.

Reaperzine


Zu der Schweiz habe ich ein ganz besonders positives Verhältnis, besonders natürlich zu der Muckerszene. So um 2000 herum hat das Land den extremen Sound für sich entdeckt und geile Konzerte und Festivals auf die Beine gestellt. Zu erwähnen wären da die Sickos von der Metal Die Hard Front Bern (Schlachtruf "Kill, fuck, die!"). Zu der Zeit waren wir von

TEARS OF DECAY mit unseren Kumpels von PROFANITY unterwegs, und die Leute vor Ort sind abgegangen wie sonst was. Bühnen wurden geentert und es wurde angefeuert. In der Schweiz gab es zum damaligen Zeitpunkt nur wenige Bands, u.a. die geilen MESSIAH, CARNAL DECAY oder REQUIEM, und eben die Kombo CREMATION. Seit 1992 sind diese nun aktiv und  machen noch heute das, was sie bereits damals gemacht haben: Death Metal zocken. 25 Jahre dabei, und kein bisschen müde. Die Waliser haben sich fünf Jahre Zeit gelassen, einige geile Konzerte und Festivals gespielt und sich dann auf die Reise gemacht, neues Zeug zu schreiben. Während andere Bands zum 25-jährigen Jubiläum eine DVD oder eine Best-Of herausbringen, hat sich das Schweizer Uhrwerk gedacht: "Nicht kleckern, sondern klotzen!" So ergab es sich, dass sie in Eigenregie eine Doppel-CD im Digipak-Format herausbrachten. Feine Aufmache mit Texten und Greetings-Liste, so wie es sich gehört.

In 25 Jahren lernt man die eine oder andere Band ja auch kennen, gelle.

Über 77 Minuten kreist hier der Hammer der Zerstörung, sehr geil.

Ja, also ich möchte hier gar nicht auf einzelne Stücke eingehen, denn das Ganze sollte auch als Gesamtwerk angesehen werden. Schon nach den ersten Klängen von "Collision Course" wird klar, wohin die Reise geht. In die Vergangenheit, genau. Daran lassen sie zur keiner Zeit Zweifel. Der Gesang ist schön tief und schmutzig und erinnert mich persönlich teilweise an den guten Torben von GOREZONE. Fett. Screams kommen natürlich auch dazu. Musikalisch, wie gesagt, bewegt man sich auf einer Reise in eine Zeit, in der der Death Metal noch neu und unerforscht war. Wie wir alle wissen, stammen von Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger die geilsten Sachen, zumindest für Leute wie mich, die im hohen Greisenalter immer noch dem extremen Metal hinterherlaufen. Ich bin Baujahr 1973 und wurde mit dem Old School Death Metal sozialisiert. CREMATION machen erst gar keinen Anschein oder Bemühungen, moderne Einflüsse auszuprobieren oder zu verwenden. Nein, sie zelebrieren das, was sie gelernt haben und am besten können. Es gibt viele verschiedene Old School Death-Richtungen. Der gute amerikanische, der überwiegend aus Florida stammt. Der geile schwedische aus Stockholm.

Aber auch deutsche Kapellen á la MORGOTH, oder niederländische, oder britische, alle waren am Start und haben die Szene erfrischt. Die Schweizer haben sich gedacht: "Hey, wir sind Alpenländler und wollen hoch hinaus. Wir legen uns nicht fest und mischen einfach alles." Gesagt, getan. Und, Freunde der Nacht, was soll ich sagen? Es hat geklappt.

So knattert man mit Old School-Sound herum.

Es ist wirklich schwierig, Vergleiche herzustellen, da sie quasi alle Stilrichtungen kombinieren. Mal grooven sie gekonnt aus den Boxen, wie z.B. bei "Dead But Still Conscious", mal ballern sie brutal herum, so wie bei dem geilen "Brainwashed By Religion". Da brennt die Hütte. Hier und da werden auch grindige Eruptionen mit eingebaut, so dass man von einer wirklich leckeren Suppe sprechen muss. Brutalität klang damals noch irgendwie erfrischender. Eventuell hätte auch ein Album gereicht, wobei die meisten Songs schon sehr geil sind, muss man sagen.


Fazit:

Die Idee, eine Doppel-CD zum Jubiläum zu veröffentlichen, wurde gekonnt und erfolgreich umgesetzt. Nicht alle Songs drücken und knallen, aber CREMATION brauchen sich definitiv nicht zu verstecken. Sehr innovativ und abwechslungsreich, und das im Old School Death Metal-Bereich. Das kann man heutzutage wahrlich nicht von vielen Bands behaupten. Ich kann einem Kauf nur zustimmen!


Bewertung: 8/10

Biotechpunk


Aus der Schweiz erreichte mich hier das Doppelalbum von Cremation. Sie spielen Death Metal und es gibt die Band schon seit 1992. Wobei wir hier einmal eine neue Veröffentlichung auf dem Doppelalbum haben, mit dem Titel In the Malestrom of Time sowie auf der anderen CD die Veröffentlichung mit dem Titel The Art of Recycling Cold Ashes, welche alte Lieder der Band enthält.

Soweit erst einmal zum Album als solches hier. Damit kommen wir zur Musik selber,

die Cremation hier spielen.

Das Album, ein Doppelalbum, eröffnet mit einem recht passenden Intro,

welches stimungsvoll in die Platte einleitet.

Es wird eine angespannte, aber auch angenehme Atmosphäre zum Album aufgebaut.

Danach geht es dann auch direkt in die Vollen und mit soliden Screams, beziehungsweise Grouls weiter.

Bei der Musik fühle ich mich dann auch gleich ein wenig an Old School Death Metal erinnert, oder aber vielmehr an meine eigenen Einstiegszeiten in diese Gefilde was so in den neunziger Jahren war. So ein wenig zwischen Cannibal Corpse, Morbid Angel und vor allem Obituary.

Doch weichen wir hier mal von den Vergleichen ab, ich finde sowas immer ein wenig unpassend, weil eben nie so ganz zutreffend.

Die Band bewegt sich stilsicher im Genre, doch kopiert sie eben nicht einfach nur die Stilelemente sondern hat dabei einen eigenen Stil entwickelt. Sicherlich könnte ich Ansatzpunkte zu den eben genannten Bands finden, aber eben nur Punkte, nicht gleich die gesamte Flächen.

Die Platte selber klingt dabei wie aus einem Guß. Sie fließt ineinander und die verschiedenen Lieder klingen dabei einfach aufeinander abgestimmt und zusammengehörig.

Die Lieder haben dabei einfach einen Groove der nach vorne geht und den Kopf direkt mitwippen lässt.

Fünfundzwanzig Jahre soll es die Band hier nun schon geben und in dieser Zeit haben sie sogar einige Veröffentlichungen heraus gebracht. Wir haben sogar schon was von ihnen besprochen, doch insgesamt hat die Band aus der Schweiz unverständlicherweise noch nicht größere Kreise gezogen. Wobei das sicherlich relativ ist, denn die Band hat so einige Highlights in ihrer Biographie stehen. Aber im Sinne von größere Aufmerksamkeit und Berichterstattung ist mir bei Cremation noch nichts über den Weg gelaufen.

Könnte ich mir einfach gut vorstellen das die Band und ihr Sound und Stil so noch richtig durchstarten könnte. Ist zwar so vielleicht auch nicht gewollt, doch darum geht es hier gerade in meiner Vorstellung gar nicht. Musikalisch wäre es eben für mich einfach möglich.

Mein Fazit: Die Band war hier im biotechpunk in der Plattenbesprechung schon 2013 eine Empfehlung und ist es mit ihrem Album Maelstrom auch heute immer noch oder wieder. Das Album selber ist hier diesmal recht umfassend. Nicht nur das Hauptalbum ist gut gefüllt mit neun langen Liedern, sondern es gibt noch die zweite CD mit The Art Of Recycling Cold Ashes. Ebenfalls neun Songs.

Maelstrom ist eine überzeugende Platte geworden, musikalisch vor allem und nicht nur weil sie als Doppel-Digipak mit geprägtem Artwork daher kommt, was die Scheibe zwar optisch aufwertet, was aber erstmal nichts über die Musik selber sagt. Doch die braucht sich nicht hinter dem Artwork verstecken und kann voll und ganz für sich alleine sprechen und die Punkte einsammeln.

Aber jetzt genug der Worte. Weiter unten findet ihr den Doppelalbum-Stream von Cremation. Hört rein und lasst die Platte einfach auf selber wirken und entscheidet euch dann nach eigenem Geschmack.